WARUM NICHT MAL PLASTIKFASTEN?

Selbst aktiv werden – weniger Plastik verbrauchen

von Friederike Hiller

„Befreien Sie sich von Dingen, die völlig unnötig sind“…und verzichten einfach mal auf Plastik. Wie Plastikfasten gut in den Alltag zu integrieren ist, erzählen Anneliese Bunk und Nadine Schubert in ihrem Ratgeber „Besser leben ohne Plastik“.

Vier Wochen lang verzichten: auf Fleisch, auf Alkohol, auf Süßes oder auf Kaffee. Genussmitteln eine Zeit lang zu entsagen, findet immer wieder in der Fastenzeit seine Anhänger. In diesem Jahr wollen Annelise Bunk und Nadine Schubert dazu aufrufen, plastikfrei durchs Leben zu gehen. Denn am 1. März beginnt die Fastenzeit. „Nicht wenige machen es sich zur Aufgabe, mehr Zeit zu haben und häufiger zur Ruhe zu kommen, ein Ehrenamt zu übernehmen; oder sie setzen sich mehr für Umweltschutz ein“, schreibt Nadine Schubert in einem Kommentar über gute Vorsätze, die im neuen Jahr umgesetzt werden wollen. Selbst aktiv werden – das ist auch in Sachen Plastik möglich. Und gar nicht so schwer, berichten die beiden. Ihre Tipps haben sie in ihrem Ratgeber „Besser leben ohne Plastik“ zusammengefasst.

In Kaugummi steckt Mineralöl

Zudem haben sie zum Thema Plastikfasten zehn leicht umzusetzende Vorschläge aufgelistet. Dazu zählt, Getränke, Milch und Joghurt im Glas zu kaufen, zu losem Obst und Gemüse zu greifen oder auch Wurst und Käse in eine mitgebrachte Dose packen zu lassen. Seife statt Duschgel verwenden, weniger Plastikverpackungen durch den Verzicht auf Online-Bestellungen, eingeschweißte Werbekataloge abbestellen, Putzmittelvorräte aufbrauchen und selbermachen statt nachkaufen, Müllbeutel abschaffen und dafür Zeitungspapier verwenden, Kleidung, Möbel sowie Fahrräder gebraucht kaufen, gehören ebenso dazu. Und noch ein Hinweis darauf, dass auch in Kaugummi Mineralöl steckt und daher auch „kein Kaugummi mehr kauen“ zum Umweltschutz beiträgt. „Niemand muss Plastik kaufen. Man muss nur die Alternativen kennen. Und das ist gar nicht so kompliziert, wie viele denken“, versichert Anneliese Bunk und spricht damit ihre Lebensphilosophie an. Die zweifache Mutter und Münchnerin verzichtet zusammen mit ihrer Familie seit über drei Jahren soweit wie möglich auf Plastikverpackungen.

Eine neue Lebensaufgabe

Autorin: Anneliese Bunk

„Vor gut drei Jahren hatte ich den Film Plastik Planet gesehen. Ich war schockiert über die Auswirkungen des Plastikkonsums auf Gesundheit und Umwelt. Aber noch mehr darüber, dass es bis dahin niemanden gab, der mit positiven, einfachen Ideen dagegenwirkt. Ich entschied mich Hals über Kopf dazu, d#iese Aufgabe zu meiner neuen Lebensaufgabe zu machen“, berichtet Bunk. Und dazu gehört auch der Ratgeber. „Ich möchte mit einfachen Tipps möglichst viele Menschen motivieren mitzumachen – beispielsweise Seife statt Duschgel oder Leitungswasser statt Flaschenwasser in Plastik zu kaufen beziehungsweise zu verwenden. Jeder kann seinen Plastikkonsum ohne Zeitaufwand und ohne Mehrkosten auf die Hälfte reduzieren.“ Und wer noch weitere Anregungen bekommen möchte, was alles plastikfrei machbar ist, findet diese in dem Ratgeber „Besser leben ohne Plastik“.

Plastikfreier Genuss aus der Soulbottle

„Körperpeelings können bis zu 90 Prozent Mirkoplastik enthalten“, „3,9 Millionen Mikroplastikteilchen wurden im Rhein pro Quadratkilometer als Spitzenwert gemessen“, mit Fakten und Zahlen rund um das Thema Plastik ist der Ratgeber angereichert. Wie die Schadstoffe in den Körper gelangen, welche Kunststoffe wofür verwendet werden und in welchen Produkten Plastik versteckt ist – darüber klären die beiden Autorinnen auf. Rezepte mit Zutaten, die plastikfrei gekauft werden können, selbst hergestellte Seifen, Kinderspielzeug und Rückbesinnen auf Omas Hausapotheke zeigen, wie auf einfache Art und Weise auf Plastik verzichtet werde kann.

Dass Glas die beste Alternative zu PET ist, haben sich auch die Gründer von soulbottles gedacht. Ihre schön, humor- oder kunstvoll gestalteten Glasflaschen verführen dazu, häufig verwendet und überall hin mitgenommen zu werden. Und: sie geben keine Schadstoffe an den Inhalt ab. Ein hundertprozentiger plastikfreier Genuss.

Weitere Infos zur Plastikfastenzeit gibt es ab dem 1. März täglich auf: www.Plastikfasten.info

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